Andalusien

Die maurische Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel beginnt im Jahr 710 mit dem Einfall arabischer Truppen; das Ende kommt 1492 durch die christliche Rückeroberung der Stadt Granada. Dazwischen gibt es – zeitweise – eine Art friedlichen Neben- und Miteinanders von Muslimen, Christen, Juden.

Der maurische Baustil mit seinen typischen Stilelementen hält Einzug, verquickt sich mit vorhandener Architektur, inspiriert spätere Baumeister.

Andalusien ist die Brücke zwischen Orient und Okzident, Schmelztiegel von Kulturen, Mosaik verschiedenster Einflüsse und Gegenströmungen. Der Austausch war wertvoll, beeinflusste Philosophie, Theologie, Kunst, Medizin, das alltägliche Leben.

Zuwanderung bedeutet Transkulturation, Assimilation, Reinterpretation – und stets auch Bereicherung. Viele der Einflüsse brauchen Zeit zu wirken. Manchmal dauert es Jahrhunderte, um das zu begreifen.

- Teil der Fotoaustellung auf Fernlicht-Messe in 2016